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Die wichtigsten Regeln rund um den Zoll

 

Ob Handtasche, Koralle oder Alkohol – auf viele Mitbringsel aus dem Urlaub fallen bei  der Rückkehr Zollabgaben an, andere sind ganz verboten.

 

Die wichtigsten Infos in Kürze

 

Kein Zoll innerhalb der EU

Mitbringsel aus einem EU-Mitgliedsstaat müssen Reisende nicht verzollen. Für einige Genussmittel wie Tabakwaren oder Kaffee gelten aber Mengenbeschränkungen, die je nach Land unterschiedlich sein können. Bei der Einreise in die EU muss der Urlauber im ersten EU-Land verzollen. Reist jemand also per Bahn von Russland über Polen nach Deutschland, muss er in Polen zollpflichtige Waren anmelden, falls er welche mit sich führt.

EU-Einreise: Bis zu 430 Euro ist in Ordnung.

 

Hat jemand außerhalb der Europäischen Union Urlaub gemacht und dort Mitbringsel eingekauft, gelten Freigrenzen, deren Höhe vom gewählten Verkehrsmittel abhängt.

Flug- und Seereisende dürfen Mitbringsel im Wert von bis zu 430 Euro mitbringen. Sind die Souvenirs mehr wert, müssen sie sie amHafen/ Flughafen direkt beim Zoll anmelden.

Bei Bahn- und Autofahrern dürfen die Waren pro Person höchs­tens 300 Euro wert sein.

Kinder unter 15 Jahren dürfen Souvenirs im Wert von maximal 175 Euro mitbringen – unabhängig vom Verkehrs­mittel.

 

Wer die Freigrenzen überschreitet, muss Einfuhrabgaben entrichten. Bei einem Warenwert bis 700 Euro erheben die Zöllner eine pauschale Gebühr in Höhe von 17,5 Prozent.

Sind die Souvenirs teurer, berechnen sie die Abgaben – Zoll, Einfuhrumsatzsteuer und Verbrauchssteuern – einzeln. Mengen- und Wertgrenzen gelten nur für das persönliche Gepäck. Dazu zählen auch Koffer, die mit dem gleichen Beförderungsmittel voraus- oder nachgesandt werden.

 

Verboten:

Viele Souvenirs unterliegen dem Washingtoner Artenschutzabkommen und sind in Deutschland verboten, z.B. Geschützte Steinkorallen im Gepäck, Ausgestopfte Tiere

 

 

Mengen für den Eigengebrauch

 

Auch bei der Rückkehr aus einem Nicht-EU-Land gelten für Genuss­mittel wie Alkohol und Tabakwaren spezielle Mengen­grenzen, bekannt aus Duty-Free-Läden an Flughäfen. Erlaubt sind – etwa bei Arzneimitteln oder auch gefälschter Markenware – Mengen für den persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für Geschenke. Achtung: Die Freigrenzen mehrerer Personen werden nicht addiert. Auch dann nicht, wenn der Urlauber mit Familien­angehörigen oder Freunden reist.

130 Euro Zollgebühr fürs MacBook

Hat ein Urlauber zum Beispiel in den USA für mehr als 430 Euro Warenwert geshoppt, muss er das beim Zoll anmelden und am Flughafen durch den roten Ausgang der Ankunftshalle gehen. Dort warten die Zollbeamten. Die Rechnung dient als Beleg der Kaufsumme, ansonsten wird der Wert geschätzt. Wer Ware bis 700 Euro Wert nicht anmeldet, begeht eine Steuerordnungswidrigkeit. Dann verdoppeln die Zöllner die pauschale Abgabe als sofortige Strafe.

 

 

Tabakwaren

 

 

Einreise aus einem EU-Staat:

Zollfrei: 800 Zigaretten (nur 300 Stück bei Einreise aus Bulgarien, Ungarn, Lettland, Litauen, Rumänien, Kroatien), 400 Zigarillos, 200 Zigarren, 1 Kilogramm Rauchtabak.

Alkohol

Zollfrei: Rot- und Weißwein in unbegrenzter Menge.

Zollfrei: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter Zwischenerzeugnisse (z. B. Sherry, Portwein), 60 Liter Schaumwein, 110 Liter Bier.

Kaffee

Zollfrei: 10 Kilogramm Kaffee oder kaffeehaltige Waren.

Barmittel

Barmittel sind Geldscheine, Münzen und Wertpapiere 8z.B. Schecks, Sparbriefe), Sammlermünzen werden nach ihrem tatsächlichen Wert bewertet

Zollfrei: Barmittel bis zum Wert von 10 000 Euro; höhere Summen anmeldepflichtig

Arzneimittel

Zollfrei: Mengen für den persönlichen Bedarf, etwa für drei Monate je nach Dosierungsempfehlung und Packungsbeilage.

Verboten sind gefälschte und im Doping verwendete Medikamente.

Präparate, die pflanzliche und tierische Stoffe enthalten, können artenschutzrechtlichen Bestimmungen unterliegen (siehe unten).

Auf Verschreibungspflicht und Zulassung in Deutschland kommt es nicht an.

Lebensmittel und Futtermittel

Unbegrenzt Lebensmittel, die nur in geringen Mengen Milch enthalten (z. B. Kekse).

Zollfrei: 2 Kilogramm Säuglings- und Spezialnahrung, tierische Erzeugnisse außer Fleisch und Milch, etwa Honig.

Zollfrei: 20 Kilogramm Fischereierzeugnisse.

Verboten sind unverarbeitete Kartoffeln, mehr als 125 Gramm Kaviar (Stör) und mehr als 2 Kilogramm Speisepilze ohne Gesundheitsbescheinigung und gültiges Begleitdokument.

Verboten sind verderbliche Lebensmittel wie Fleisch, Eier, Milch und Milcherzeugnisse ohne Gesundheitsescheinigung und gültiges Begleitdokument.

Gefälschte Markenware

Zollfrei: gefälschte Markenware in Menge und Wert für den persönlichen Ge- und Verbrauch. Bei größeren Mengen und Anhaltspunkten für gewerblichen Handel konfisziert der Zoll die gefälschten Gegenstände.

Artengeschützte Tiere und Pflanzen

Das Washingtoner Artenschutzabkommen schützt lebende Tiere und Pflanzen sowie Produkte aus diesen Arten. Ohne artenschutzrechtliche Genehmigung oder Pflanzengesundheitszeugnis beschlagnahmt der Zoll solche Gegenstände und leitet, abhängig vom Artenschutzgesetz, Verfahren ein.

Zollfrei: 50 Schnittblumen und maximal 3 Kilogramm Früchte aus dem EU-angrenzenden Mittelmeerraum.

Verboten sind zum Beispiel Produkte aus Schlangenleder, Elfenbeinschnitzereien, Schildkrötenpanzer, ausgestopfte Tiere, exotische Felle, Korallen.

 

Haustiere

Bei der Einreise von Hunden, Katzen und Frettchen gelten strenge tiergesundheitliche Bestimmungen, um Einschleppen und Verbreiten von Tollwut zu vermeiden

 

Quelle:test.de

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