Lang office Management
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Vorstellung der Familie Seppel - Teil 2

Tochter Erna, die jüngste Tochter von Vater Gottlieb und Mutter Martha, gelernte Werbekauffrau. Für Vater Gottlieb war dieser Beruf ebenbürtig wie Clown oder Straßenmusikant, also nichts Gescheites, womit man sein Brot verdienen konnte. Erna war ein sehr fröhlicher Mensch und sie fühlte sich in ihrer selbst geschneiderten Welt pudelwohl. Und Welt konnte man hier auch so verstehen: sie war bekannt und immer sehr Willkommen in der von ihrer Schwester Emma so beklagten „Terroristen-Szene“, d.h. angefangen vom türk. Markthändler bis hin zum Teppich-Händler. Sie reiste gerne und viel in fremde Länder, baute hier viele neue Freundschaften auf, lernte durch diese fremden Kulturen über den Tellerrand zu schauen und liebte fremdländisches Essen. Alle Attacken aus irgendwelchen Familienecken wehrte sie einfach lächelnd ab.

 

Und dann war noch Abdul, der eigentlich nach Mekka pilgern wollte, um ein echter Hadschi zu werden und dann alles dafür tat, den Ramadan zu umgehen, um sich ein Leberkäsbrötchen zu gestatten. Abdul fand Erna irre komisch und liebte ihre Lebensfröhlichkeit und war der Auffassung, Erna koche außerdem besser als der Sultan von Kamelahara.

 

Durch Einfluss einer Vollmondnacht und geistigem Absturz von Abdul und Erna durch viel zu viel Caipirinha in Brasilien, eigentlich war es nur eine brasilianische Bar mit Steakhaus im kleinen Ort der Familie Seppel, aber die Bezeichnung Brasilien war besser, weil Allah dort nicht hinkam, entstand Tochter Fatma.

Fatma entwickelte sich als ein typisches Kind von Erna, hübsch, aber auch sehr temperamentvoll, liebte ebenfalls alle „Terroristen“ dieser Erde, war auch ständig mit ihrer Mutter Erna unterwegs und teilte die Auffassung mit all ihren Freunden, mit den Kochkreationen ihrer Mutter Erna könnte nicht einmal der Kalif von Bagdad oder der Sultan von Kamelahara mithalten. Und ihre Freunde liebten es, wenn Muttern, so wie sie immer zu Erna sagte, ihre Freunde am Essen teilhaben ließ.

 

Tante Gretel, die Schwester von Gottlieb, ebenfalls eine Oberbeamtin beim Staatstheater, fuhr sehr gerne in der Straßenbahn ohne Fahrkarte.

 

Rudi, der Mann von Gretel, Schauspieler. Rudi liebte über alles Feuerwerkskörper, möglichst noch die selbstgebastelten und natürlich mussten diese immer gleich an Ort und Stelle ausprobiert werden, wobei Ort auch schon mal das Wohnzimmer bedeuten konnte und solche besonderen Testphasen Gretel immer in einen Schock-Zustand versetzte.

 

Und dann wäre da noch Hedwig, eine ehemalige Vorstandssekretärin mit Biss eines großen Industriekonzerns, langjährige Freundin von Erna und „Patentante“ von Fatma. Nach ihrem zwangs angeordneten „Vorruhestand“ hat Hedwig erst einmal die ganze Welt bereist.

 

Fortsetzung folgt

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